markthighlights_Bitcoinsf1-01

Bitcoins – Eine virtuelle Währungsrevolution?

26. Februar 2015

Bitcoins

Für die Einen eine Revolution im internationalen Zahlungsverkehr: Ein unangreifbares, dezentrales und fehlertolerantes Peer-to-Peer Konzept, welches die lang ersehnte Unabhängigkeit von Banken oder staatlichen Regulierungsbehörden bringt.

Für die Anderen ein Ausdruck von Protest und Sehnsucht nach einer alternativen wirtschaftlichen Gesellschaftsordnung, ein System, was neben teils extremen Wertschwankungen insbesondere durch die unrühmliche Pleite der Bitcoin-Börse Mt. Gox Schlagzeilen machte. Ein ernsthaftes, allgemein anerkanntes Zahlungsmittel? Wohl eher nicht.

Die oft fehlende Akzeptanz für die selbsternannte Cyberwährung rührt vor allem von der Unsicherheit darüber, wie diese Währung überhaupt funktioniert. Daher sollen hier die wichtigsten Fakten rund um Bitcoins kurz zusammengetragen werden:

Seit wann gibt es Bitcoins?

Die ersten Einheiten des digitalen Geldes wurden im Januar 2009 generiert. Bei ihrer Einführung hatten Bitcoins noch keinen eigenen Wert oder Wechselkurs zu anderen Währungen. Die ersten Bitcoin Wechselkurse wurden erst rund ein Jahr nach Einführung der Währung in Internetforen zwischen Einzelpersonen ausgehandelt

Wer hat Bitcoins erfunden?

Der Name des Bitcoin-Erfinders lautet Satoshi Nakamoto. Er schlug das Konzept von Bitcoins, welches auf den bereits 1998 von Wei Dai geäußerten Ideen zu einer Krypto-Währung basiert, im Jahr 2008 anderen Kryptographie-Begeisterten vor. 2010 übergab er das Projekt jedoch an einen Nachfolger und zog sich aus der Bitcoin-Community zurück.
Ob es sich bei Satoshi Nakamoto um ein Pseudonym oder einen tatsächlichen Namen handelt und welche Person sich dahinter verbirgt, ist bislang nicht endgültig geklärt, auch wenn Journalisten immer wieder behaupten, den Bitcoin-Erfinder enttarnt zu haben.

Wie werden Bitcoins generiert?

Anders als bei herkömmlichen Währungen wird die Menge der umlaufenden Bitcoins nicht je nach Bedarf vermehrt. Stattdessen werden sie durch einen Rechenprozess erzeugt. Und zwar über einen Umweg: Jede Transaktion, also jeder Umtausch, jede Überweisung und jeder Handel, muss von unabhängigen Partnern bezeugt werden. Das heißt, es wird überprüft, ob Sender und Empfänger existieren, der Sender tatsächlich über das Geld verfügt und die gleichen Bitcoins nicht doppelt eingesetzt werden. Das bedarf hoher Rechenkapazitäten. Dafür stellen Menschen ihre Computer zur Verfügung. Als Entschädigung werden unter den Teilnehmern zurzeit alle zehn Minuten 25 neue Bitcoins verlost. Je mehr Rechenleistung man einbringt, desto wahrscheinlicher ist es zu gewinnen. Mit der Zeit werden die Berechnungen immer schwieriger und verschlingen immer mehr Strom.

Gibt es auch bei Bitcoins Falschgeld?

Um Missbrauch zu vermeiden und Fälschungssicherheit zu garantieren, wird jede Transaktion mit Bitcoins in einer öffentlichen Datenbank aufgezeichnet. Die Daten der Transaktionsteilnehmer werden dabei anonymisiert. Außerdem werden bei der Generierung von Bitcoins zeit- und rechenaufwendige Verschlüsselungstechniken benutzt, die ein Kopieren der digitalen Währung quasi unmöglich machen.

Warum ist die verfügbare Gesamtmenge an Bitcoins beschränkt?

Die verfügbare Gesamtmenge an Bitcoins ist auf 21 Millionen Stück begrenzt. Diese Deckelung dient zum einen der Inflationsvermeidung und zum anderen der Erzeugung eines Wertzuwachs, da angenommen wird, dass die Verbreitung und Akzeptanz der digitalen Währung steigt. Somit reguliert sich die virtuelle Währung selbst und ersetzt den Einfluss von Zentralbanken oder Regierungen.


Quellen:

http://www.finanzen.net/nachricht/devisen/The-Wall-Street-Journal-US-Glaeubiger-wollen-Mt-Gox-wiederbeleben-3514970

http://www.neues-deutschland.de/artikel/952318.keine-bank-kein-staat-keine-namen.html

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on LinkedIn