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Grundregeln des Investierens – Unterschätzen von Verlustrisiken

28. Oktober 2015

In kaum einer Branche wird Unwissenheit und mangelnde Erfahrung so teuer bezahlt wie im Finanzbereich. Nicht ohne Grund schrumpfte im Zeitraum von 2001 bis 2012 die Zahl der Aktionäre in Deutschland um ca. 30% von knapp 13 auf neun Millionen. Viele der begangenen Fehler folgen bestimmten Mustern und treten bei unerfahrenen Anlegern systematisch auf.

An der Schnittstelle aus Verhaltensökonomie und Investieren haben wir acht typische Anlegerfehler abgeleitet, die im Folgenden näher erläutert werden.

Kein Fehler steht für sich allein, vielmehr bedingen sie sich gegenseitig und werden durch bestimmte Verhaltensweisen oft parallel ausgelöst.

7. Unterschätzen von Verlustrisiken

Fehler:

Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) wird das Verlustrisiko, welches Anleger eingehen, häufig unterschätzt. Anleger beachten oft den Zinseszinseffekt, also die Wiederverzinsung bereits erhaltener Zinsen, nicht. Der Wert der Investition wird bei einem möglichen Verlust zu hoch eingeschätzt.

Die Tücken der Prozentrechnung werden in der folgenden Graphik veranschaulicht. Eine 20%-ige Abwertung kann keinesfalls durch eine 20%-ige Aufwertung kompensiert werden. Erleidet man als Anleger einen Verlust von 50% benötigt man bereits einen Gewinn von 100% um zumindest das Ausgangsniveau wieder zu erreichen.

 

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Regel:

Das Verständnis der Zinsrechnung ist selbstverständlich nur ein Teilaspekt, den Anleger beherzigen sollten. Ein Grundverständnis finanzmathematischer Regeln sowie Basiskenntnisse über die wesentliche Funktionsweise der gehandelten Finanzprodukte sind sicherlich von Vorteil um simplen Fallen aus dem Weg zu gehen. Bei Handelsentscheidungen sollte man als risikobewusster Anleger häufiger den von Warren Buffett formulierten Grundsatz „Kaufe nur was du verstehst“ im Hinterkopf behalten.

Lösung:

Anleger profitieren nicht nur von den fundierten Kenntnissen der Strategieanbieter im Bereich Finanzen und Investments. Auftretende Verlustrisiken werden zusätzlich durch ein integriertes Risikomanagementsystem automatisch begrenzt. Anleger können bei jeder ausgewählten Strategie ihr persönliches max. Risiko einstellen und dadurch begrenzen. Vorab sollten sich Anleger stets die Frage stellen, wieviel des eigesetzten Kapitals sie im Verlustfalle bereit wären maximal zu riskieren. Eine einseitige Orientierung an hohen Renditeerwartungen verleitet oft dazu die damit einhergehenden Risiken auszublenden.

Teil 8 finden Sie hier:

Grundregeln des Investierens – Teil 8
oder

Teil 6 finden Sie hier:

Grundregeln des Investierens – Teil 6

Logo_Pur_sm-30x30Ihr United Signals Team

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