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Finanzexperten-Interview: Equilibrium Trading Technologies (ETT)

14. August 2015

Wir freuen uns, Ihnen unseren neuen Finanzexperten, “Equilibrium Trading Technologies (ETT)”, vorzustellen.

Was ist Ihr Hintergrund und wie sind Sie zum Börsenhandel gekommen?

Wir sind zwei Profi-Händler mit je rund 30 Jahren Börsenerfahrung. Der Börsen-Boom der 80ies und 90ies hat uns ins Geschäft gebracht.  Der eine hat den Schwerpunkt Fonds- und Riskmanagement. Der andere kommt aus dem Eigen- und Systemhandel. Uns beide vereint beruflich bedingt die Diversifizierungs-, Portfolio- und Nachhaltigkeits-Denke.

Können Sie uns diese “Denke” erläutern?

Sowohl im internen Eigen- und Systemhandel als auch im Alpha-Fondsmanagement ist man viel stärker auf Diversifizierung des Risiko und Stabilität der Performance ausgerichtet als in der “öffentlichen” Finanzbranche. Fast alle Bewertungsportale, Rankings, Medien und selbst viele Finanzexperten nutzen oft nur die absolute Höhe der Performance oder gar den Bekanntheitsgrad eines Anbieters/Fondsmanagers als Qualitätsmaßstab. Und diese Vorgehensweise birgt unseres Erachtens aus psychologischen wie auch mathematischen Gründen erhebliche Risiken.

Wie zeigen sich diese Risiken?

Viele Anleger, aber auch angeblich professionelle Anlageausschüsse investieren oft erst, wenn sie von der Performance eines Fonds oder einer Strategie überzeugt wurden. Steigt deren Performance vor dem Investment stärker an, kommt plötzlich eine Portion Panik und Angst dazu, noch mehr von der Performance zu verpassen. Entsprechend hoch sind die Geldzuflüsse in der Nähe der Performance-Hochs, und Geldabflüsse bei den Performance-Tiefpunkten. Im Idealfall sollte dies aber genau anders herum sein, wobei hierzu eine gewisse Stabilität der Performance notwendig ist. Leider wird auch ein mathematisches Risiko gerne vernachlässigt. Je mehr eine Strategie verliert, desto mehr muss diese nachher prozentual wieder verdienen, um nur wieder zum Einstandswert zu kommen. Eine kritische Marke ist hier sicher ein Verlust von über 25% – 30%. Um beispielsweise einen Drawdown (Verlustspanne) von 30% auszugleichen, muss eine Strategie anschließend ca. 43% verdienen.

Welche Maßstäbe sollte man verwenden und wie umgeht man die Risiken?    

Das Thema ist sehr komplex, lassen Sie uns das aber anhand einer einfachen Performance-Grafik erläutern. In der Abbildung finden sich die Performanceverläufe von drei fiktiven Fonds bzw. Strategieanbietern.  Im offiziellen Ranking, in der Werbung und in der Anleger-Gunst würde Fonds A an oberster Stelle stehen, weil er 100% erzielt hat und vermeintlich doppelt so gut wie Fond B war, der nur 50% erzielte. Fond C würde mit seinen läppischen 30% gar nicht mehr beachtet werden. Dabei fällt auf, dass Fonds A zwischenzeitlich -50%, Fonds B -30% und Fonds C nur -10% Risiko eingegangen sind, um diese Performance zu erzielen. Die CRV-Kennzahl (Chancen-Risiko-Verhältnis) auf der Website von United Signals deckt auf, welche Fonds wirklich ein Investment-Star sind (Fonds A:  100/50 = 2;  Fonds B: 50/30 = 1,7; Fonds C:  30/10 = 3). Je höher der CRV, desto besser, effektiver und meist auch nachhaltiger war die jeweilige Strategie. Man könnte das Risiko auch in 10er-Einheiten unterteilen und jeweils nur so viel Geld investieren, dass in jeder Strategie z.B. max. 20% verloren werden.  Wenn man sein Geld in eine Strategie investiert, dann sollte man sich auch am Risiko und dem jährlichen CRV orientieren. Im neuen United Signals Portfolio-Konfigurator lassen sich diese Effekte auch unter Risiko-Diversifizierungs-Aspekten prima austesten und bei der Gesamt-Performance sogar CRV-Werte von über 5 erzielen.

Abbildung_Management von CRV´s

 An welchen CRV-Größen kann man sich orientieren?  

Über 95% der Fonds und Strategien dieser Welt schaffen im Durchschnitt noch nicht einmal einen 2er-CRV pro Jahr. Man muss hier jedoch die Handelsfrequenz berücksichtigen. Eine gute Strategie auf Tages- oder Wochenbasis sollte oberhalb eines jährlichen CRV´s von 2-3 liegen. Strategien, die Tages- mit Daytrading-Signalen kombinieren, müssten CRV´s von 5-6 erreichen. Die CRV´s von Top-Daytradern liegen oberhalb von 10, und High-Frequency-Intraday-Strategien überschreiten oft sogar CRV´s von 25-50 (jeweils bezogen auf die Relation zwischen Jahresperformance zum maximalen Verlust in dem Jahr). Beim Thema CRV sollte man vor allem die Strategie-Konzepte beachten. Klassische Trendfolge-Systeme oder fundamental basierte Strategien sowie mittels Überoptimierung/ Nachbesserung von Indikatoren erstellte Handelsstrategien sind sicherlich deutlich anfälliger für unerwartete Einbrüche in der Performance als beispielsweise “Statistical Pattern-“, “Multi-Strategy”-Ansätze oder diversifizierte Strategie-Portfolios. Letzten Endes kann es jede Strategie mal “erwischen”, insofern gilt der Spruch “cut your losses” (“beschränke Deine Verluste”) nicht umsonst als die goldene Börsenregel schlechthin.

Erzählen Sie uns bitte etwas über Ihren Handelsansatz.

Die “Transitional Bias Currency”-Strategie (TBC) ist ein kurzfristiger, computergestützter  FX-Alpha-Trading-Ansatz auf Basis spezifischer Verlaufsmuster (= Pattern) mehrerer technischer Indikatoren. Die “Pattern” wurden ohne jegliche Optimierung von Indikator-Parametern erstellt und benötigen auch keine nachträglichen Anpassungen. Sie zeigen psychologische Markphasen an, in denen aus einem Gleichgewicht der Marktkräfte heraus oft statistisch signifikante Marktbewegungen in eine bestimmte Richtung entstehen (“Transitional Bias”).

 Welches Ziel verfolgen Sie mit Ihrer Handelsstrategie?

Der Weg muss das Ziel sein! Insofern versuchen wir eine vom Marktgeschehen unabhängige und nachhaltige Zielrendite von über 12% p.a. zu erreichen bei möglichst niedriger Volatilität sowie geringem Drawdown (=Verlustphasen). Das CRV (= Chance-Risiko-Verhältnis) soll auf Jahresbasis über dem Wert von 2 liegen.

Wie sind Sie auf United Signals aufmerksam geworden?

Durch Kollegen und einen Bericht im Traders Magazin. Anfangs wollten wir beide aber mit dem Thema “Social Trading” nichts zu tun haben, weil es da Plattformen gibt, die auf uns wie unseriöse Zockerbuden wirkten, auf denen sich irgendwelche, oft auch sehr unerfahrene Leute plötzlich zum völlig unkontrollierten Fondsmanager aufschwingen durften. Einige der dort gefeierten Superstars haben anschließend entsprechende Bruchlandungen hingelegt. Ganz so einfach ist das ganze Thema dann doch nicht. United Signals geht mit seinen Partnern sowie mit der Zertifizierung und Auswahl  von Strategien wesentlich professioneller an das Thema heran.

Weitere Informationen finden sie unter: 

Equilibrium Trading Technologies

Logo_Pur_sm-30x30Ihr United Signals Team

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