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Grundregeln des Investierens – Selbstüberschätzung

11. März 2015

In kaum einer Branche wird Unwissenheit und mangelnde Erfahrung so teuer bezahlt wie im Finanzbereich. Nicht ohne Grund schrumpfte im Zeitraum von 2001 bis 2012 die Zahl der Aktionäre in Deutschland um ca. 30% von knapp 13  auf neun Millionen. Viele der begangenen Fehler folgen bestimmten Mustern und treten bei unerfahrenen Anlegern systematisch auf.

An der Schnittstelle aus Verhaltensökonomie und Investieren haben wir acht typische Anlegerfehler abgeleitet, die im Folgenden näher erläutert werden.

Kein Fehler steht für sich allein, vielmehr bedingen sie sich gegenseitig und werden durch bestimmte Verhaltensweisen oft parallel ausgelöst.

3. Selbstüberschätzung

Fehler:

„Der schlimmste Feind des Investors ist wahrscheinlich er selbst“. Dieser Satz des US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers Benjamin Graham beschreibt einen der wahrscheinlich am häufigsten begangenen Anlegerfehler. Formal resultiert Selbstüberschätzung aus der asymmetrischen Bewertung von Informationen. Investoren suchen gezielt nach Informationen, die ihre eigenen Einschätzungen untermauern während gegenteilige Informationen gerne ausgeblendet werden. In der Wissenschaft wird dieses Phänomen „Bestätigungsfehler“ genannt. Kurzfristig erzielte Erfolge werden dann schnell unter eigenem Können verbucht und der sorglose Anleger ist geneigt zu glauben, den Markt im Griff zu haben.

Regel:

Im Zusammenhang mit Selbstüberschätzung gilt: Der beste Lehrmeister bleibt der Markt selbst. Das Gefühl der Marktüberlegenheit weicht nach ersten Rückschlägen auf dem Kapitalmarkt schnell der Unsicherheit. Aber auch hier sollten wohlüberlegt die richtigen Schlüsse aus den Fehlern gezogen werden. Selbsterkenntnis ist dabei der erste Schritt zum Erfolg. Häufig hilft ein klar formulierter Handelsansatz, bei der vor jeder Handelsentscheidung Risiko und erwarteten Ertrag bewusst abschätzt wird, so manch verlockender Investitionsmöglichkeit zu widerstehen.

Unsere Lösung:

Erfahrene Anleger können die eigenen Fähigkeiten besser einschätzen. Bei United Signals folgen Anleger erfahrenen Finanzexperten und haben dadurch ein geringes aktives Anlageentscheidungspotential. Die Fehlerrate durch unüberlegte Entscheidungen kann dadurch reduziert werden.

Erfahren Sie mehr im nächsten Beitrag…

Teil 4 finden Sie hier:
Grundregeln des Investierens – Teil 4

Teil 2 finden Sie hier:
Grundregeln des Investierens – Teil 2

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