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Grundregeln des Investierens – Heimatmarktneigung

6. Februar 2015

In kaum einer Branche wird Unwissenheit und mangelnde Erfahrung so teuer bezahlt wie im Finanzbereich. Nicht ohne Grund schrumpfte im Zeitraum von 2001 bis 2012 die Zahl der Aktionäre in Deutschland um ca. 30% von knapp 13  auf neun Millionen. Viele der begangenen Fehler folgen bestimmten Mustern und treten bei unerfahrenen Anlegern systematisch auf.

An der Schnittstelle aus Verhaltensökonomie und Investieren haben wir acht typische Anlegerfehler abgeleitet, die wir Ihnen hier näher erläutern möchten.

Kein Fehler steht für sich allein, vielmehr bedingen sie sich gegenseitig und werden durch bestimmte Verhaltensweisen oft parallel ausgelöst.

1. Equity Home Bias (Heimatmarktneigung)

 

Investmentfehler:

Anleger neigen dazu überproportional in ihr Heimatland beziehungsweise in Märkte, die sie gut kennen, zu investieren. Ende der 90er Jahre lag der Anteil inländischer Aktien im Durchschnitt bei 88%, während lediglich 12% ausländische Werte in den Portfolios deutscher Anleger lagerten. „Bekannt“ wird von unerfahrenen Anlegern unterbewusst häufig mit „sicher“ gleichgesetzt. Das Problem welches damit einher geht liegt auf der Hand: Wird eine bestimmte Region im Portfolio übergewichtet, so entsteht ein sogenanntes „Klumpenrisiko“. Hohe Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Anlagewerten können dabei eine Verstärkung regionaler Negativtrends bedingen. Trotzdem wird das Risiko sich in unbekannte Märkte vorzutrauen (z.B. BSE Sensex¹; Hang Seng²) von vielen Anlegern höher eingestuft, da im Umkehrschluss „unbekannt“ mit „unsicher“ assoziiert wird.

Grundregel:

Eine breite geographische Diversifikation dient grundsätzlich der Reduzierung des Gesamtniveaus der Volatilität. Der Einfluss von Ungleichgewichten, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen kann dadurch verringert werden. Der Grundsatz der Diversifikation nach welchem man „nicht alle Eier in einen Korb legen“ soll, gilt also sowohl für Anlageklassen als auch für regionale Märkte.

Unsere Lösung:

Bei United Signals haben Anleger die Möglichkeit in gut diversifizierte Strategien ausgewiesener Finanzexperten zu investieren und/oder zusätzlich eine geographische Diversifikation über mehrere Strategien hinweg vorzunehmen. Beliebte Märkte (Assetklassen) sind beispielsweise der DAX 30 oder S&P 500³. Entscheidend bei der Relevanz des Equity Home Bias ist vor allem die Erfahrung mit den gehandelten Märkten. Erfahrene Strategieanbieter verfügen über eine hohe Expertise und können regionale Marktentwicklungen meist besser einschätzen. Durch Total-Return Strategien können potentielle Schwächephasen zudem aktiv ausgenutzt werden. Im Zuge der Globalisierung und hohen Internationalisierung inländischer Konzerne wird dem Equity Home Bias zunehmend eine geringere Bedeutung beigemessen.

Erfahren Sie mehr im nächsten Beitrag…

Teil 2 finden Sie hier:
Grundregeln des Investierens – Teil 2


¹ Der BSE Sensex (Bombay Stock Exchange Sensitivity Index) ist der bekannteste und wichtigste Aktienindex an der Bombay Stock Exchange (BSE) in Indien. Er führt die 30 größten Unternehmen auf, die an der Börse in Mumbai gehandelt werden.
² Der Hang Seng Index  ist der führende Aktienindex in Hongkong, Volksrepublik China. Er besteht aus 45 Unternehmen, welche etwa 70 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung der Hong Kong Stock Exchange, der Aktienbörse Hongkongs, repräsentieren
³ Der S&P 500 (Standard & Poor’s 500) ist ein Aktienindex, der die Aktien von 500 der größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen umfasst. Der S&P 500 ist nach der Marktkapitalisierung gewichtet und gehört zu den meistbeachteten Aktienindizes der Welt.
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